Trix Barmettler lebt und arbeitet in Zürich. Sie leitet das auf künstlerische, grafische und räumliche Umsetzungen spezialisierte Studio Trix Barmettler / visual concept.
Nach Abschluss der Fachklasse für Grafik an der Hochschule in Luzern im Jahre 1996, arbeitete Sie mehrere Jahre als Grafikerin für «Das Magazin» (Samstagsbeilage des Tagesanzeigers) im Layout-Design. Als Art-Direktorin erwarb Sie sich Ihre Kenntnisse in Web-Design bei «Eyekon GmbH» in Zürich, war Co-Art-Direktorin des ehemaligen Swissair Inflight Magazin «Gazette» und arbeitete als selbstständige Grafikerin u.a. für verschiedene Künstler wie Pipilotti Rist, Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger, Andres Lutz & Anders Guggisberg, sowie verschiedene Kunstinstitutionen wie Kunstmuseum St.Gallen, die Rote Fabrik oder die Shedhalle für Kunst in Zürich. 2003 war sie Mitbegründerin des Grafikdesign Studios »Miriam+me« und »Trix+me«, bevor wie auch danach arbeitete sie für ihre eigene Firma Trix Barmettler/ Grafikdesign. Sie unterrichtete und tätigte Workshops an der Zürcher Hochschule der Künste, der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, wirkte in mehreren Juroren-Teams unter anderem für die «100 besten Plakate» Deutschland, Schweiz, Österreich 2009 und als Diplomexpertin und Mentorin. Sie ist Art Direktorin bei Architonic in Zürich und ist Mitglied im SGV (Schweizerischen Grafik Verband).
Seit 2009 konzentriert sich Trix Barmettler auf ihre eigenen Kunstprojekte im Rahmen von Pointless Acts.

Der Bund, 10.5.12
«Ewige Gedanken des Himmels»
Arbeit am monumentalen Werk: Wer nicht eine auf Leinwand gebannte Wolke, sondern eine im Entstehen begriffene betrachten will, kann entweder zum Himmel blicken oder in den Keller gehen. An der Kramgasse 10 arbeitet Trix Barmettler an einer weissen Fläche, die sie mit schwarzen Haftetiketten beklebt. Bis am 19. Mai kann man ihr nachmittags dabei zusehen. An der Finissage soll das monumentale Werk mit dem Namen «Cloud» in einzelnen Teilen verkauft werden. Etwa 60'000 Kleber wird Barmettler bis dahin angebracht haben. Sie sagt, es gehe ihr um das Wachsen eines Gedankens, und spielt so unbewusst auf Morgensterns Metapher an.
Ihr Wolkengedankengebilde entwickelt sich spontan. Barmettler arbeitet still und konzentriert, die Atmosphäre im Keller hat etwas Sakrales. Doch die Künstlerin und Grafikerin betont die profane Herkunft des Materials aus dem Bürobedarf, spricht vom Konzept, das ihr wichtig sei, und von den entstehenden und wieder verschwindenden Subebenen ihrer Arbeit.

"To feel confident and successful is not natural for the artist. To feel insufficient, to experience disappointment and defeat in waiting for inspiration is the natural state of mind for an artist. As a result, praise to most artists is a little embarrassing. They cannot take credit for inspiration, for we can see perfectly, but we cannot do perfectly. Many artists live socially without disturbance to mind, but others must live the inner experience of mind, a solitary way of living."
Agnes Martin (1912-2004)

weitere Informationen unter:
trix-it / visual concept